Buchhaltung für Selbständige und Existenzgründer

zuletzt aktualisiert am 2. Januar 2016 von Winfried Eitel

Buchhaltung für Selbständige und ExistenzgründerViele Gründer und Selbständige schie­ben das Thema Buchhaltung ger­ne vor sich her. Mit Buchhaltung be­schäf­tigt man sich ja am liebs­ten gar nicht. Man hat sich ja auch nicht selb­stän­dig ge­macht, da­mit man sei­ne ei­ge­ne Buchhaltung ma­chen kann…

Marco Müller von lex­wa­re bringt es im Interview mit SIN au­gen­zwin­kernd auf den Punkt: “Die ei­ge­ne Buchhaltung ge­hört si­cher­lich eher zu den un­ter­ge­ord­ne­ten Motivationen sich selb­stän­dig zu ma­chen.”

Aller Anfang ist schwer…

Gerade zu Beginn der ei­ge­nen Selbständigkeit kann man leicht den Überblick über Finanzen, Kunden und Projekte ver­lie­ren. Denn in der Aufbauphase gibt es vie­le Aufgaben, die die vol­le Aufmerksamkeit des Unternehmers und da­mit auch viel sei­ner Zeit be­nö­ti­gen.

Für über­trie­be­ne Pedanterie ist da kein Platz. Damit der schnel­le ge­schäft­li­che Erfolg ein­tritt, müs­sen die “un­pro­duk­ti­ven Zeiten” im Büro mög­lichst klein sein.

Die häufigsten Fehler bei der Buchhaltung

Klingt ba­nal: der häu­figs­te Fehler ist es, sich gar nicht oder nicht aus­rei­chend oder zu spät mit den ei­ge­nen Zahlen zu be­schäf­ti­gen. Wäre es für den ei­ge­nen Erfolg nicht sinn­voll je­der­zeit (“auf Knopfdruck”) zu wis­sen:

  • Bin ich mit mei­nem Unternehmen ren­ta­bel? Wie hoch ist ei­gent­lich mein Einkommen? Eine Frage der Existenzsicherung und des Überlebens.
  • Wie er­folg­reich ar­bei­te ich mit mei­nen Kunden zu­sam­men? Gibt es Kunden, die zwar Umsatz, aber kei­nen Gewinn brin­gen?
  • Wie vie­le Kunden, Interessenten und Geschäftskontakte ha­be ich ei­gent­lich?
  • In wel­chem Geschäftsbereich er­rei­che ich be­reits mei­ne Ziele? Wo muss ich noch Gas ge­ben (Zeit und Geld)?

Ein wei­te­rer häu­fi­ger Fehler liegt im feh­len­den Forderungsmanagement. Damit ist Folgendes ge­meint: häu­fig wird den Kunden zu spät ei­ne Rechnung für die er­brach­ten Leistungen oder die ge­lie­fer­ten Waren ge­schrie­ben. Der Zahlungseingang wird nicht über­wacht und Mahnungen wer­den erst recht nicht ge­schrie­ben. Kein Wunder, wenn dann die ei­ge­ne Zahlungsfähigkeit (=Existenz) auf dem Spiel steht. Dann ist die ei­ge­ne Pleite be­son­ders bit­ter, da es ja nicht am feh­len­den Auftragsbestand ge­le­gen hat.

Buchhaltungs-Tipps für Gründer und Selbständige

Widmen Sie sich früh ge­nug den Aufgaben, die Ihnen viel­leicht zu­nächst et­was knif­fe­lig oder zu lang­wei­lig er­schei­nen. Binden Sie ggf. früh ge­nug ei­nen Steuerberater oder Buchführungshelfer in Ihre Aufgaben ein.

Es gibt zwar buch­hal­te­ri­sche Themen, bei de­nen Sie als Gründer zu­nächst “Welpenschutz” ge­nie­ßen. Aber frü­her oder spä­ter müs­sen Sie Ihren Verpflichtungen z.B. ge­gen­über dem Finanzamt  dann doch nach­kom­men.

Mit ei­ner gu­ten Struktur und ei­ner ge­wis­sen Portion Selbstdisziplin las­sen sich ge­ra­de zu Beginn vie­le Probleme ver­mei­den. Bei der Struktur hilft ei­ne gut durch­dach­te und er­prob­te Softwarelösung. Diese soll­te nicht nur die Buchhaltung be­herr­schen, son­dern auch bei der Büroorganisation den “ro­ten Faden” vor­ge­ben.

Nicht zu­letzt ist es al­so sehr emp­feh­lens­wert, die Finanzen mit ei­nem sehr gu­ten Buchhaltungsprogramm im Überblick zu be­hal­ten.

Die “PC-Welt” hat ver­schie­de­ne Programme ge­tes­tet und stellt hier ver­schie­de­ne ge­eig­ne­te Buchhaltungsprogramme für Gründer  vor.

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