Fachkräftemangel: was können Unternehmen dagegen tun?

zuletzt aktualisiert am 10. Juli 2016 von Winfried Eitel

TalenteDer Fachkräftemangel kostet den deutschen Mittelstand jährlich Umsatzausfälle von etwa 31 Mrd. Euro. Dabei könnten die Unternehmen auch selber etwas tun: eigenen, vielversprechenden Nachwuchs finden und fördern!

Der Fachkräftemangel kostet Wirtschaftskraft

Der Fachkräftemangel verursacht in den Unternehmen zunehmend Probleme. Die Personalabteilung wird deshalb immer häufiger zum Erfolgsfaktor für Mittelständler. Das Beratungsunternehmen Ernst & Young bezifferte die durch Unterbesetzung entstehenden Umsatzausfälle in seinem „Mittelstandsbarometer“ mit 31 Milliarden Euro – allein im deutschen Mittelstand. Oft wird versucht, die aufgetretene Personallücke kurzfristig mit ausländischen Fachkräften und reaktivierten Rentnern zu schließen. Eine langfristig wirksame Möglichkeit wird hingegen viel zu selten genutzt: eigenen, vielversprechenden Nachwuchs zu finden und zu fördern.

Langfristige Strategie zur Talentförderung

Trotz vieler Klagen schaffen es viele Unternehmen nicht, genügend Talente aus den eigenen Reihen zu finden. Dabei kann man die für Unternehmen wichtigen und besonderen Fähigkeiten fördern und gezielt verbessern. Naturtalente bleiben die Ausnahme. In der vom Personaldienstleister Manpower durchgeführten internationalen Studie „Talentmanagement 2014“ wurden 150 deutsche Unternehmen befragt. Von diesen glauben nur 12 Prozent, dass der eigene Nachwuchs den Bedarf an Führungskräften decken kann. Immerhin ein Viertel der Befragten gibt an, einzelne Talente zu identifizieren und diese individuell gezielt zu fördern.

Personalabteilungen müssen Talente finden und fördern

Die meisten Unternehmen wollen jedoch lieber uneingeschränkt alle interessierten Mitarbeiter weiterentwickeln. Stichworte Englisch, Word und Excel. Insgesamt steht lediglich bei drei von 10 deutschen Arbeitgebern das Thema Talent- und Nachwuchsförderung ganz oben auf der Agenda. Deutschland belegt damit international vor Frankreich den vorletzten Platz.

Diese und weitere Ansatzpunkte für Ihre Personalarbeit finden Sie in der nachfolgenden zum Lesen und zum Download verfügbaren Studie.

THE TALENT SHORTAGE CONTINUES

Download (PDF, 6.68MB)

Das EY Mittelstandsbarometer 2014

Download (PDF, 1.81MB)

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2 Kommentare zu “Fachkräftemangel: was können Unternehmen dagegen tun?
  1. Vielen Dank für Ihre Anmerkungen, Herr Dinsing. Nach mei­ner Einschätzung sind es nicht nur die von Ihnen so­ge­nann­ten “Möchtegerns”, die die­se Probleme ha­ben. Aber Sie ha­ben Recht, dass vie­le Probleme haus­ge­macht sind.
    Darum geht es ja ge­ra­de in der Studie: nicht jam­mern, son­dern sel­ber ak­tiv wer­den.

  2. Udo Dinsing sagt:

    Mir per­sön­lich ist kein Realunternehmer be­kannt, der sich über ei­nen Fachkräftemangel be­klagt, son­dern nur die so­ge­nann­ten Möchtegernunternehmer ! (und von de­nen ha­ben wir ja mehr als wie wir brau­chen)

    Ich ha­be über ein Jahr re­cher­chiert, mir die Jahresberichte der Handwerkskammern durch­ge­le­sen, mir die be­rufs­be­zo­ge­nen Abschlußprüfungen der Industrie an­ge­se­hen. (na­tür­lich nicht bei al­len 11900 re­gis­trier­ten Akrtiengesellschaften)
    Ich ha­be mir die Zahlen der be­stan­de­nen Fort-und Weiterbildungsprüfungen an­ge­se­hen. Alle Prüfungsabnahmen be­lau­fen sich auf den Jahrgang 2013 – 2014.
    Ich ha­be mit Unternehmungen und mit Großkonzernen te­le­fo­niert.
    Ich ha­be di­ver­se Unternehmungen per­sön­lich be­sucht und vor Ort mit den Leuten ge­spro­chen. Nix mit Fachkräftemangel !

    Und das Ergebnis ha­be ich in dem neu­en Buch ver­öf­fent­licht mit Quellenangabe.
    Titel: “Fachkrtäftemangel in Deutschland ? – Ein Lügenmärchen der Politik und der Wirtschaft !”
    Es drängt sich viel­mehr der Eindruck auf, dass man das Volk mit die­ser Aussage be­lügt um ei­ne Zuwanderung zu recht­fer­ti­gen.
    Darüber hin­aus stim­me ich ei­nem BWL-Prof. zu der ge­sagt hat, “Fachkräftemangel nein, aber Fachlohnmagel ja”.

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