Auch im Blindflug? – Junge Firmen vernachlässigen oft das Controlling!

zuletzt aktualisiert am 7. Juli 2017 von Winfried Eitel

Blindflug-ControllingDer „Controller“ ist vie­len Menschen als Steuerungsinstrument bei ih­rer Spielkonsole be­kannt. Controlling hat im Geschäftsleben ei­ne ähn­li­che Funktion. Es ist ein Werkzeug um sei­ne Zahlen im Griff zu ha­ben und den Betrieb zu steu­ern.

Michael  K. aus Mönchengladbach ist seit 5 Monaten mit ei­ner Werbeagentur selb­stän­dig. Er hat gut zu tun und ist mit der Geschäftsentwicklung recht zu­frie­den. Überrascht hat ihn die Frage sei­ner Familie: Wie viel ver­dienst du jetzt ei­gent­lich?

Als er sei­nen Businessplan er­stell­te, hat er viel Zeit in die Umsatz- und Rentabilitätsplanung ge­steckt. Nach dem Start sei­ner Firma er­hielt er schnell die ers­ten Aufträge und muss­te sich um sei­ne Kunden küm­mern. Dafür hat­te er ja auch schließ­lich den Schritt in die Selbständigkeit ge­wagt.

Ursachen für den “Blindflug”

Die Buchhaltung über­ließ er von Anfang an sei­nem Steuerberater. Die mo­nat­li­chen Belege stell­te er ihm auch re­gel­mä­ßig  zur Verfügung. Kurz dar­auf er­hielt er dann von sei­nem Steuerberater ei­nen Wust von Auswertungen (“BWA” – be­triebs­wirt­schaft­li­che Auswertungen), den er nicht so recht ver­stand, aber im­mer or­dent­lich ab­hef­te­te. Schon län­ger hat­te er vor, sich mit die­sen un­über­sicht­li­chen Blättern zu be­schäf­ti­gen…

Mit der Frage sei­ner Familie wur­de ihm klar, dass er ei­gent­lich nicht wuss­te, wo er mit sei­nem Unternehmen stand, und dass er  im Blindflug un­ter­wegs war.

Gerade für “Einzelkämpfer”, die sich mit ih­rem Unternehmen in der Startphase be­fin­den,  ist dies ei­ne ty­pi­sche Situation. Das Tagesgeschäft nimmt den Gründer stark in Anspruch, so dass der Businessplan in Vergessenheit ge­rät.

Wie fliegt man wieder “auf Sicht”?

Also heißt es den Businessplan wie­der her­vor­zu­ho­len und sich die Planwerte pro Monat an­zu­schau­en. Diese Planzahlen kön­nen den Ist-Werten aus der be­triebs­wirt­schaft­li­chen Auswertung ge­gen­über ge­stellt wer­den. Das gilt für die mo­nat­li­chen Zahlen, wie auch für die ku­mu­lier­ten Ergebnisse des lau­fen­den Jahres. Diese sind noch aus­sa­ge­fä­hi­ger, da kurz­fris­ti­ge Schwankungen aus­ge­gli­chen wer­den.

Wichtig ist es vor al­lem, die Abweichungen zwi­schen der Planung und dem tat­säch­li­chen Ergebnis zu ana­ly­sie­ren. Das ist der ent­schei­den­de Punkt für Antworten auf die Fragen, war­um Abweichungen ent­stan­den sind und wel­che Maßnahmen ge­trof­fen wer­den kön­nen. Mit die­ser Vorgehensweise kann sich der Gründer schon ein ers­tes klei­nes Controlling-Instrumentarium, z.B. in Excel, er­stel­len!

Was bedeutet eigentlich Controlling?

Der „Controller“ ist vie­len Menschen als Steuerungsinstrument bei ih­rer Spielkonsole be­kannt. Controlling hat im Geschäftsleben ei­ne ähn­li­che Funktion. Es ist ein Werkzeug um sei­ne Zahlen im Griff zu ha­ben und den Betrieb zu steu­ern.

Ein klei­nes Controlling auf­zu­bau­en ist na­tür­lich leich­ter ge­sagt als ge­tan. Da sich die meis­ten Gründer nur ein­mal im Leben selbst­stän­dig ma­chen und die Ressourcen be­grenzt sind. Daher ist dies ein ty­pi­scher Fall für ein Gründercoaching. Das wird von der KfW mit 50 Prozent be­zu­schusst. Gemeinsam mit ei­nem Coach kann ein ers­tes Controlling-Instrumentarium er­ar­bei­tet wer­den.

Michael K. kann sei­ner Familie da­mit nicht nur sa­gen, was er bis jetzt ver­dient hat, son­dern auf­grund der Planrechnung auch, wie viel er ver­mut­lich in den nächs­ten Monaten er­wirt­schaf­ten wird.

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