Total Retail — Auf dem Weg zum Lieblingshändler

zuletzt aktualisiert am 17. Januar 2016 von Winfried Eitel
OnlinePotentiale - MultichannelDas Inter­net ist aus dem Ein­kaufs­ver­hal­ten nicht mehr weg­zu­den­ken – immer und über­all, denn Smart­pho­nes und Tablets sind für vie­le von uns nütz­li­che Beglei­ter auch in unse­rem Shopping-Alltag gewor­den. Dies führt für den Ein­zel­han­del zu immer grö­ße­ren Her­aus­for­de­run­gen.

Aus die­ser Erkennt­nis lei­ten die Exper­ten der Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaft PwC in ihrer aktu­el­len Stu­die “Total Retail” vier Erfolgs­fak­to­ren für den Han­del der Zukunft ab:

  1. Orga­ni­sa­ti­on und Pro­zes­se müs­sen neu struk­tu­riert wer­den.
  2. Geschäfts­pro­zes­se und Logis­tik müs­sen ver­bes­sert wer­den.
  3. Inte­grier­te Tech­no­lo­gi­en, Daten­ban­ken und Sys­te­me stel­len den Kun­den in den Mit­tel­punkt.
  4. Custo­mer Ana­ly­tics lie­fern wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen um allen Kun­den und Inter­es­sen­ten gezielt anzu­spre­chen.

Die Chan­cen, die für den Han­del gese­hen wer­den sind weit­rei­chend. Die dyna­mi­sche Ent­wick­lung birgt — je nach Bran­che — aber auch erheb­li­che Risi­ken.

Zwar kau­fen 39% der Befrag­ten Mode am liebs­ten online. Der Boom scheint aller­dings über­schrit­ten: im Vor­jahr war die­ser Wert für Ein­käu­fe von Beklei­dung und Schu­hen noch um sie­ben Pro­zent­punk­te höher. Der Bereich Klei­dung und Schu­he wird damit als “rei­fes Seg­ment” ein­ge­stuft. Wachs­tum wird für die nächs­ten Jah­re vor allem in den Seg­men­ten “Möbel und Haus­halt”, “Sport und Out­door” sowie bei “Schmuck und Uhren” gese­hen.

Präferenzen beim Kauf im Internet

Dies wird erheb­li­che Aus­wir­kun­gen auf die Ein­zel­han­dels­land­schaft haben:

Eine Flä­chen­wachs­tums­stra­te­gie in Bran­chen­sek­to­ren mit hoher Online­durch­drin­gung hal­ten wir aller­dings für kri­tisch.
Vie­le Geschäf­te wur­den und wer­den für eine bestimm­te Kun­den­fre­quenz kon­zi­piert, die in man­chen Bran­chen­seg­men­ten bereits rapi­de gesun­ken ist und zu Laden­schlie­ßun­gen geführt hat.
Nach unse­ren Ana­ly­sen wer­den in den Städ­ten bis zum Jahr 2020 zwei bis zwei­ein­halb Mil­lio­nen Qua­drat­me­ter Han­dels­flä­che über­flüs­sig, wobei vor allem die Bran­chen­seg­men­te Mode (Beklei­dung und Schu­he) sowie Unter­hal­tungs­elek­tro­nik betrof­fen sind.

Lesen Sie hier die Stu­die im Ori­gi­nal oder laden Sie die pdf-Datei her­un­ter:

 

Winfried Eitel

Betriebswirtschaftliche Beratung und Dienstleistung bei amortisat' e.K.
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