Break-Even-Analyse für Praktiker

Break-Even-Analyse
In der Kri­se müs­sen und wol­len Sie ver­schie­de­ne Sze­na­ri­en in einer Break-Even-Ana­ly­se durch­spie­len: „Was pas­siert mit unse­rem Ergeb­nis bei einem Umsatz­rück­gang von 10 %, 20 % oder gar 30%?“ Anstatt der Fra­ge: „Wie hoch muss mein Umsatz sein, um schwar­ze Zah­len zu schrei­ben?“ ist jetzt gefragt: „Wie hoch dür­fen mei­ne Kos­ten sein?“
Mit dem hier vor­ge­stell­ten Break-Even-Rech­ner (Excel) kön­nen Sie die unter­schied­li­chen Aus­wir­kun­gen simu­lie­ren. Stel­len Sie in einer ein­fa­chen Betrach­tung fest, in wel­cher Höhe Kos­ten­ein­spa­run­gen not­wen­dig sind, um pro­fi­ta­bel zu blei­ben. Sie benö­ti­gen dazu kei­ne Kos­ten­rech­nung oder Kal­ku­la­ti­on. Die Daten der GuV oder der BWA sind für die­se Betrach­tung ausreichend.

Break-Even-Analyse mit GuV-Daten

Mit unse­rem Break-Even-Rech­ner wer­den Sie schnell in die Lage ver­setzt, Ihre aktu­el­le Situa­ti­on und die not­wen­di­gen Kon­se­quen­zen zah­len­mä­ßig abzu­bil­den.
Der Rech­ner ermit­telt den Umsatz, ab dem Sie mit Ihrem Unter­neh­men in schwar­zen Zah­len kom­men und wie groß Ihr Umsatz-Puf­fer ist.
Dazu benö­ti­gen Sie ledig­lich die GuV-Wer­te der Aus­gangs­si­tua­ti­on, von der aus Sie die Ver­än­de­run­gen beur­tei­len wol­len. Dies kön­nen z.B. die Plan­wer­te für 2020 oder die Ist-Daten aus dem Abschluss 2019 sein.

Excel-Datei für die Break-Even-Analyse

Die­ses Excel-Tool kön­nen Sie völ­lig frei her­un­ter­la­den. Sie müs­sen nicht ein­mal Ihre Kon­takt­da­ten ange­ben…
Die Datei ist offen. Sie kön­nen alle For­meln ein­se­hen und ggf. den Auf­bau des t Tools nach Ihren Erfor­der­nis­sen verändern.

Ausgangsszenario festlegen

Der Auf­bau des Excel-Tools für die Break-Even-Ana­ly­se ori­en­tiert sich am gän­gi­gen GuV-Sche­ma, so dass Sie die benö­tig­ten Zah­len zur Ver­fü­gung haben soll­ten. Wich­tig für die Ermitt­lung der Gewinn­schwel­le ist die Unter­schei­dung der GuV-Posi­tio­nen in fixe und varia­ble Bestandteile. 

Wel­che Posi­tio­nen ver­än­dern sich bei Umsatz­schwan­kun­gen und wel­che nicht?
Prü­fen Sie bei den „bezo­ge­nen Leis­tun­gen“ (Pos. 6 und Pos. 7), ob es fixe Kos­ten­be­stand­tei­le gibt (z.B. Rei­se­tech­ni­ker, Logis­tik­part­ner etc.).
Im „sons­ti­gen betrieb­li­chen Auf­wand“ (Pos. 12 und Pos. 13) sind bei­spiels­wei­se Pro­vi­sio­nen, Frach­ten, Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­al ent­hal­ten, die sich mit dem Umsatz ver­än­dern soll­ten.
In den Bei­spiel­da­ten ergibt sich bei einem Umsatz (Pos. 1) von 20.000 T€ ein Betriebs­er­geb­nis (Pos. 14) von 950 T€ und ein Jah­res­über­schuss (Pos. 20) von 295 T€. Der Break-Even-Umsatz (Pos. 26) beträgt 19.310 T€. Der Umsatz­puf­fer (Pos. 27) beträgt 690 T€. Bis zu einem Umsatz­rück­gang von 3,5 % bleibt das Unter­neh­men in den schwar­zen Zahlen.

Erwartungswerte abschätzen

Tra­gen Sie Ihre Umsatz­er­war­tung und die Bestands­ver­än­de­rung in die rech­te Spal­te ein.
Das Bei­spiel-Unter­neh­men geht von einem Umsatz-Rück­gang von 10 % aus. Damit fällt der Umsatz unter den Break-Even-Wert in die Ver­lust­zo­ne. Ohne Kor­rek­tur-Maß­nah­men betrü­ge der Jah­res­fehl­be­trag ‑560 T€.
In die Spal­te „Maß­nah­men“ tra­gen Sie die Erwar­tungs­wer­te bzw. Zie­le der Kos­ten­maß­nah­men ein. Sie sehen die Aus­wir­kun­gen unmit­tel­bar in der rech­ten Spal­te. Ist das ausreichend?

Szenarien ausprobieren

Das Excel-Tool für die Break-Even-Ana­ly­se ist als “Spiel­wie­se” gedacht. Spie­len Sie ver­schie­de­ne Sze­na­ri­en durch und legen Sie die jeweils benö­tig­ten und sinn­vol­len Maß­nah­men fest.

Sinn­voll ist der Ein­satz im Kreis der Füh­rungs­mann­schaft. Die Aus­wir­kun­gen vor­ge­schla­ge­ner Maß­nah­men las­sen sich unmit­tel­bar “in Sze­ne set­zen” und bewerten.

Dis­ku­tie­ren Sie nicht über die “Blei­stif­te”, son­dern erken­nen Sie, wo die gro­ßen Stell­he­bel sind. Der Ein­fluss der Mate­ri­al­quo­te wird häu­fig unter­schätzt. Hier schlum­mern häu­fig Reser­ven, die rela­tiv “schmerz­frei” zu heben sind. Einen gro­ßen Effekt haben oft die Erlös­schmä­le­run­gen, wie z.B. Skon­ti, Boni, Rabat­te, Kulanz­gut­schrif­ten etc. 

Projektmanagement einrichten

Benen­nen Sie Ver­ant­wort­li­che für die jewei­li­gen Ver­bes­se­rungs­maß­nah­men: „Wer macht was bis wann?“ Füh­ren Sie im Rah­men Ihres Pro­jekt­ma­nage­ments regel­mä­ßi­ge Sta­tus-Mee­tings durch, um den Fort­schritt Ihres Kos­ten­pro­jekts zu verfolgen.

Projekt Break-Even-Analyse
Pro­jekt­lo­gik (Quel­le: pm-blog.com)

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