Trau dich – Smalltalk kann man lernen

zuletzt aktualisiert am 30. Oktober 2017 von Winfried Eitel

Trau dich – Smalltalk kann man lernen

 „Wer mutig ist und lernt, auf andere zuzugehen, ist nicht nur im Businessalltag klar im Vorteil.“

Erfolg im Geschäftsleben hängt sehr oft vom Kontakt mit zunächst unbekannten Menschen ab. Dennoch neigen viele Menschen dazu, sich lieber mit Bekannten zu unterhalten. Oder noch schlechter: sie unterhalten sich gar nicht. Gerade auf Veranstaltungen verpasst man so jedoch die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Mit unseren Tipps lassen sich spontane Begegnungen souverän bewältigen. Denn auch hier gilt: Übung macht den Meister. Je öfter man sich mit unbekannten Personen unterhält, desto leichter kann man mit der Situation umgehen.

Verschaffen Sie sich einen ersten Eindruck

Wenn man alleine eine Veranstaltung besucht, ist das Finden eines Gesprächs­partners oft gar nicht so einfach. Wer will seine Ruhe? Wer sucht ein Gespräch? Nehmen Sie sich Zeit und schauen Sie sich bei einer Tasse Kaffee erst einmal um. Dann fällt es oft leichter, mögliche Gesprächspartner zu entdecken und die richtige Entscheidung zu treffen.

Bleiben Sie oberflächlich und vereinbaren Sie einen Termin

Wenn Sie sich mit Ihrem Gegenüber gut unterhalten, laufen Sie Gefahr, sich bereits beim ersten Smalltalk zu verlieren. Gerade auf Messen oder bei Seminaren ist es wichtig, mit verschiedenen Menschen zu sprechen. Ziel ist es, neue Menschen kennen zu lernen und möglicherweise wichtige Kontakte zu knüpfen. Bieten Sie einem interessanten Gesprächspartner eine Visitenkarte an. So haben Sie einen Aufhänger, um das Gespräch zu beenden. Melden Sie sich dann gleich am nächsten Tag telefonisch oder per Mail, um einen neuen Termin zu ver­ein­baren. Sie bleiben in Kontakt, haben aber am Tag der Veranstaltung noch Zeit, andere Personen kennen zu lernen.

Entscheiden Sie sich für Qualität statt Quantität

Smalltalk ist nicht dazu da, sich zu einer langen Konversation zu zwingen, sondern lediglich zu einem möglichst netten oberflächlichen Kennenlernen. Bringt einen das Gespräch nicht weiter, oder langweilt es sogar, ist es nötig, dieses zu beenden. Wichtig ist, dabei stets höflich zu bleiben. Erlaubt sind allerdings kleine Tricks: ob mit der Ausrede, dass man noch etwas zu trinken will, einen Bekannten gesichtet hat oder mit einem Visitenkartentausch, auf den man aber in naher Zukunft nicht mehr weiter eingehen wird. Ein Verweis auf eine Fortsetzung des Gespräches wie im vorigen Tipp ist in diesem Fall nicht nötig.

Erkennen Sie ein schlechtes Gespräch

Nicht nur man selbst ist auf der Suche nach neuen Kontakten. Es gibt meist auch genügend andere Menschen im Raum, die das Gleiche tun. Merkt man, dass das Gegenüber weder Lust auf das Gesprächsthema und/oder auf die eigene Person hat, dann erspart man beiden Parteien durch eine höfliche Verabschiedung ein unangenehm langes und langweiliges Gespräch, welches keinem etwas bringt. Hierbei kann man getrost auf den Visitenkartentausch verzichten.

Haben Sie keine Angst vor Pausen

Auch wenn sie beim Smalltalk oftmals als unangenehm empfunden wird, eine Pause kann das Gespräch durchaus fördern. Was ist die Ursache für die Pause? Ist etwas Interessantes passiert? Es gibt keinen Grund zur Sorge, solange die Pause nicht zu lange oder unangenehm wird. Ist dies der Fall, ist es sinnvoll, ein neues Thema zu wählen oder sich durch die bereits bekannten Methoden vom Gegenüber zu verabschieden.

Ein Geheimtipp: einfach mal ganz bewusst fünf Sekunden schweigen. So haben beide Parteien Zeit, ihre Gedanken zu sortieren. Dies kann dem Gespräch thematisch eine neue Tiefe geben.

Treffen Sie die richtige Themenwahl

Ein Gespräch kommt erst richtig ins Rollen, wenn sich beide Personen mit dem Thema wohl fühlen. Je nach Umfeld oder Land, gibt es einige Themen, die man keinesfalls im Smalltalk ansprechen sollte, wie beispielsweise:

  • Politik
  • Religion
  • Geld

Man weiß nie, welche Erfahrungen das Gegenüber in letzter Zeit damit gemacht hat. In manchen Fällen ist es auch sinnvoll zuzugeben, dass man von einem Thema wenig Ahnung hat. Vielleicht gibt dies dem Gesprächspartner ja sogar die Möglichkeit, Lücken zu füllen und mit seinem Wissen zu glänzen.

Widerstehen Sie außerdem der Versuchung sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, hören Sie stattdessen zu und lassen Sie auch andere reden.

Wenn Sie dann Themen wählen, die Sie mit Ihrem Gesprächspartner gemeinsam haben, wie

  • das Wetter,
  • die Räumlichkeiten,
  • das Programm der Veranstaltung,
  • das Buffet,
  • die Anreise,
  • den Bezug zum Gastgeber

und im weiteren Verlauf des Gesprächs über Hobbies, Sport, Beruf, kulturelle Ereignisse, den Urlaub oder generell das aktuelle Tagesgeschehen reden, sind Sie auf dem richtigen Weg.

Literatur/Quellen

Was ist Smalltalk? (Wikipedia)

Smalltalk (Hess/Schrader)

dorismaertin.de/sites/default/files/Smalltalk.pdf

Wie verhalten Sie sich beim privaten und beruflichen Small Talk? Wirken. Sie offen und interessiert? Fühlen sich die anderen wohl im Gespräch mit Ihnen?

Winfried Eitel

Betriebswirtschaftliche Beratung und Dienstleistung bei amortisat' e.K.
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