Steuerberater werden teurer!

zuletzt aktualisiert am 28. Februar 2016 von Winfried Eitel

Steuern Bis zu 50 % Preiserhöhung bei ein­zel­nen Positionen er­ge­ben sich aus der seit Anfang des Jahres 2013 gül­ti­gen Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV). Diese löst die seit 1998 gül­ti­ge Steuerberatergebührenverordnung (StbGebV) ab.

Anpassungen er­folg­ten vor al­lem im Lohnbereich und bei der Zeitgebühr: er­höht wur­den aber auch die Mindestgegenstandswerte für die Erstellung von Steuererklärungen, die Betragsrahmengebühren für die Lohnbuchführung so­wie die Gebühren für die Aufstellung von Zwischenabschlüssen.

Um 5 % stei­gen nach Angaben des Deutschen Steuerberaterverbandes die Werte der Gebührentabellen A bis E. Diese Gebühren wer­den bei­spiels­wei­se für das Erstellen von Steuererklärungen wie auch für die Buchführung be­rech­net.

Für be­stimm­te Tätigkeiten wer­den zu­sätz­lich Zeitgebühren be­rech­net, z.B. für Besprechungen mit Behörden oder die Prüfung von Steuerbescheiden.

Diese Zeitgebühren stei­gen deut­lich hö­her:  je an­ge­fan­ge­ne hal­be Stunde von 19 bis 46 Euro auf nun 30 bis 70 Euro.

Nehmen Sie die neue Gebührenordnung zum Anlass, und schau­en Sie sich die letz­te Rechnung Ihres Steuerberaters ein­mal an, da­mit Ihnen die Kostensteigerung auf­fällt. Die Abrechnung er­folgt in al­ler Regel nach Gegenstandswerten. Jedem Gegenstandswert wird ei­ne Gebühr zu­ge­ord­net. Von die­ser Gebühr darf Ihr Berater ei­nen be­stimm­ten Zehntelsatz be­rech­nen, der sich nach den durch­ge­führ­ten Arbeiten rich­tet. Bei ei­nem nor­ma­len Arbeitseinsatz ist dies der Mittelwert.

Fragen Sie Ihren Steuerberater, ob ei­ne Erhöhung auf Sie zu­kommt und wie groß die­se aus­fal­len wird. Verhandeln Sie jetzt mit Ihrem Steuerberater: Steuerberater ha­ben durch­aus Spielraum bei ih­ren Gebührensätzen. Reden Sie auch über ei­ne mög­li­che Neuverteilung der Aufgaben: Können Sie bes­se­re Unterstützung leis­ten? Es ist ja klar, dass der Steuerberater für den “Schuhkarton” mit Belegen mehr Aufwand hat und mehr be­rech­net als wenn Sie ihm ei­nen or­dent­lich ge­führ­ten Pendelordner über­ge­ben.

Zielsetzung soll­te sein: “Der Steuerberater be­rät, der Mandant bucht.” Dann schla­gen Sie zwei Fliegen mit ei­ner Klappe: Sie spa­ren nicht nur Buchhaltungskosten, son­dern ha­ben auch Ihre Zahlen viel bes­ser im Blick.

Das da­für be­nö­tig­te Handwerkszeug und wei­te­re Möglichkeiten der Optimierung er­fah­ren Sie im Crashkurs “Rechnungen, Buchführung und Steuern” – Buchhaltungskurs für Selbstständige.

Veröffentlicht in Steuern, Tipps Getagged mit: ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

%d Bloggern gefällt das:

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen