Reisekosten 2014: Geldwerten Vorteil beim Firmenwagen senken

zuletzt aktualisiert am 16. Oktober 2016 von Winfried Eitel

Steuerbelastung reduzieren

Geldwerten Vorteil optimierenDas neue Reisekostenrecht 2014 bie­tet Unternehmen und Mitarbeitern Möglichkeiten zur lohn­steu­er­li­chen Gestaltung. Arbeitsrechtliche Zuordnungen des Firmenwageninhabers zu ei­ner an­de­ren be­trieb­li­chen Einrichtung kön­nen den geld­wer­ten Vorteil für die Fahrten zwi­schen Wohnung und ers­ter Tätigkeitsstätte ge­zielt sen­ken.

Aus der be­trieb­li­chen Praxis: Ein Arbeitnehmer führt kein Fahrtenbuch und rech­net sei­nen geld­wer­ten Vorteil pau­schal ab. Für die Fahrten zwi­schen Wohnung und Betrieb nutzt er sei­nen Firmenwagen.

Der für die steu­er­li­che Berechnung re­le­van­te “in­län­di­sche Bruttolistenpreis des Fahrzeugs im Zeitpunkt der Erstzulassung” be­trägt 35.000 EUR. Sein Arbeitgeber be­treibt 2 Filialen: Filiale 1 ist 10 km von der Wohnung des Arbeitnehmers ent­fernt, Filiale 2 ist 50 km von der Wohnung des Arbeitnehmers ent­fernt. Der Arbeitnehmer war bis­lang aus­schließ­lich in Filiale 2 tä­tig.

Gestaltungsmöglichkeiten für 2014

Der Arbeitgeber än­dert 2014 Folgendes: er ord­net ar­beits­recht­lich an, dass der Arbeitnehmer 2-mal im Monat in Filiale 1 an ganz­tä­gi­gen Besprechungen und Workshops teil­neh­men muss und ord­net ihm Filiale 1 als ers­te Tätigkeitsstätte zu.

2013 2014
Erste Tätigkeitsstätte Filiale 2
(auf­grund quan­ti­ta­ti­ver Zuordnungskriterien)
Filiale 1
(durch arbeits-rechtliche Zuordnung)
Monatlicher geld­wer­ter Vorteil für die Fahrten zwi­schen Wohnung und ers­ter Tätigkeitsstätte 525 EUR
(= 35.000 EUR
x 0,03 %
x 50 km)

105 EUR
(=35.000 EUR x 0,03 %
x 10 km )

Hinweis: Zur Ermittlung des geld­wer­ten Vorteils kann die 0,002-%-Regelung in Anspruch ge­nom­men wer­den, wenn der Arbeitnehmer mit sei­nem Dienstwagen an we­ni­ger als 15 Tagen im Monat zur ers­ten Tätigkeitsstätte fährt (BMF-Schreiben vom 1. April 2011).

Praxistipp: Handelt es sich bei dem Arbeitnehmer um ei­nen mit­ar­bei­ten­den Familienangehörigen oder um ei­nen GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer, sieht das Finanzamt bei sol­chen Konstellationen ge­nau hin (sie­he da­zu Textziffer 9 im BMF-Schreiben vom 30. September 2013). Deshalb soll­ten aus­sa­ge­kräf­ti­ge Aufzeichnungen ge­führt wer­den, an wel­chen Tagen der Arbeitnehmer in der ers­ten Tätigkeitsstätte tä­tig war und wel­che Aufgaben er er­le­digt hat. Die ge­wähl­te Konstellation muss ei­nem “Fremdvergleich” stand­hal­ten.

Quelle: Haufe

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