Kostensenkungen im Einkauf sind machbar!

zuletzt aktualisiert am 29. Januar 2016 von Winfried Eitel

Tipps zum günstigeren Einkauf: Einkaufspreise   u n d   Prozesskosten senken!Folgende Tipps hel­fen Ihnen, künf­tig güns­ti­ger ein­zu­kau­fen:

  • Die Beschaffer kon­zen­trie­ren sich bei Kostensenkungen auf die wich­ti­gen A-Artikel.
  • Lassen Sie die we­ni­ger be­deut­sa­men C-Artikel von den je­wei­li­gen Fachabteilungen di­rekt ein­kau­fen.
  • Lieferantenvergleiche sind not­wen­dig, aber ach­ten Sie dar­auf, dass der zu­sätz­li­che Recherche- und Bearbeitungsaufwand nicht den mög­li­chen Preisvorteil über­steigt.
  • Bündeln Sie Ihre Bestellungen. Achten Sie aber dar­auf, nicht in die Abhängigkeitsfalle zu ge­ra­ten.

Die Kosten in der Beschaffung hän­gen vor al­lem von zwei Elementen ab:

  • den tat­säch­li­chen Einkaufspreisen
  • den Prozesskosten, die zur Warenbeschaffung be­nö­tigt wer­den.

Einsparpotentiale sind in bei­den Bereichen vor­han­den.

Die güns­tigs­ten Einkaufspreise aus­zu­han­deln, ge­hört zu den “na­tür­li­chen” Aufgaben der Einkäufer. Hilfreich sind da­zu Rahmenverträge und die Bündelung von Bedarfsmengen bei ei­nem Lieferanten. Die Konzentration auf we­ni­ge Lieferanten ist pra­xis­be­währt, führt aber auch zu ei­ner stär­ke­ren Abhängigkeit vom je­wei­li­gen Geschäftspartner.

Intensive Preisvergleiche sind selbst­ver­ständ­lich. Aber auch in­ter­na­tio­nal?

Internationale Beschaffung führt meist zu sin­ken­den Kosten, birgt al­ler­dings auch Risiken. Die Abstimmung der Bestellmengen auf den ak­tu­el­len Produktionsbedarf ge­lingt we­gen der län­ge­ren Vorlaufzeiten mit Importen nicht im­mer op­ti­mal. Das führt dann zu hö­he­ren Lagerbeständen, die ei­nen Teil des Preisvorteils wie­der “auf­fres­sen”.

Zur Reduzierung der  Prozesskosten ist der Einsatz ei­ner ABC-Analyse un­er­läss­lich. Mit ihr las­sen sich die zu be­schaf­fen­den Artikel klas­si­fi­zie­ren. Oft zeigt sich, dass das “Pareto-Prinzip” in der Praxis tat­säch­lich gilt: 20 % der Artikel ma­chen 80 % des Beschaffungsvolumens aus. Bei die­sen 20 % lohnt sich der Einsatz des Einkäufers al­so be­son­ders.

Der Rechercheaufwand bei Preisvergleichen kann leicht den Vorteil der güns­ti­ge­ren Einkaufspreise über­stei­gen. Gerade bei C-Artikeln ist hier Augenmaß ge­for­dert. Beschränken Sie Ihre Bemühungen zur Kostensenkung auf die wich­tigs­ten Artikel.

Wenn Sie das Management der C-Teile in die zu­stän­di­gen Fachabteilungen ver­la­gern, be­frei­en Sie den Einkauf von auf­wen­di­gen Bestell- und Rechnungsprüfungsverfahren. Mit den be­tref­fen­den Lieferanten wird dann in der Praxis ein Rahmenvertrag ver­han­delt, de­nen ein ein­ge­schränk­ter Warenkatalog zu­grun­de­liegt. Unter Budgetauflagen kön­nen die Fachabteilungen aus die­sem Sortiment dann frei be­stel­len.

Wenn es Ihnen ge­lingt, Ihre Bestellungen im Zuge des “ePro­cu­re­ments” elek­tro­nisch zu plat­zie­ren, wird das Verfahren deut­lich ef­fi­zi­en­ter. Der sonst üb­li­che (und ge­hass­te) Aufwand für die Rechnungsprüfung ent­fällt dann wei­test­ge­hend.

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