Gründerreport 2015

publiziert am 09. Oktober 2015 von Winfried Eitel

Gründerreport 2015Gründerreport 2015

Die IHK Mittlerer Niederrhein legt mit dem “Gründerreport 2015” eine Übersicht der Gründungsaktivitäten ihres Kammerbezirks im Zeitraum 2013 bis 2014 vor.
Die Gründungszahlen zeigen per Saldo ein nachlassendes Gründungsinteresse, dass auf die gute Lage am Arbeitsmarkt zurückgeführt wird.
Die Lage im Kammerbezirk sei allerdings weniger negativ als in gesamt Nordrhein-Westfalen oder im Regierungsbezirk Düsseldorf.
Allerdings haben ca. 75 % der Gründer keine ausreichende Finanzierung vorzuweisen bzw. können Ihre Geschäftsidee nicht ausreichend beschreiben.

Die Zahlen zeigten, wie wichtig die Anstrengungen für ein unternehmerfreundliches Klima sind, die sich beispielsweise in einem bedarfsgerechten Portfolio an Unterstützungsangeboten, niedrigen Steuern, Bürokratieabbau oder in der Zusammenarbeit mit den Hochschulen der Region widerspiegeln können.

Gruendungen-Aufgaben-2013-2014
In Summe gab es in 2013 10.188 Gründungen, in  2014 waren es 10.073 Gründungen. Die Geschäftsaufgaben veränderten sich im gleichen Zeitraum von 9.746 auf 9.641.

Unterschiedliche Branchenverteilung

Die Gründungsaktivitäten sind jedoch in den einzelnen Branchen unterschiedlich verteilt. Die größte Nachfrage ist in der Dienstleistungsbranche, gefolgt von Handel und Gastgewerbe, festzustellen.
Die Industriegründungen haben zugenommen, obwohl vergleichsweise hohes Startkapital etwa für Maschinen oder Produktionsräume erforderlich ist. Zudem kommt es infolge der Auslagerung von Unternehmensfunktionen (Outsourcing)
zu Neugründungen im Bereich der industrienahen Dienstleistungen. Dies deutet darauf hin, dass Dienstleister immer stärker zur industriellen Wertschöpfung beitragen.

Defizite bei der Gründung

Eine Hürde auf dem Weg in die Selbstständigkeit ist der Businessplan. Auch im Jahr 2014 gingen die meisten Existenzgründer unzureichend vorbereitet an den Start. Die Anteile der Existenzgründer, die wesentliche Fragen zu ihrem Konzept nicht oder nur unzureichend beantworten konnten, sind weiterhin (zu) hoch. Fast 90 % der Gründer haben die Finanzierung ihres Start-ups nicht gründlich genug durchdacht, 70 % gehen mit unrealistischen Vorstellungen zum möglichen Umsatz an den Start, können ihre Zielgruppe nicht klar beschreiben. Mehr als die Hälfte der Gründer hat kaufmännische Defizite bei Preiskalkulation, Kostenrechnung und Planungsrechnung.
Puffer und Reserven werden im Businessplan meist nicht eingeplant und auch die persönlichen Lebenshaltungskosten werden gern geschönt dargestellt. Positionen für Beiträge zur Altersvorsorge oder für Urlaub werden nicht eingeplant. Auch die Möglichkeiten, wie die Unternehmensgründung finanziert werden soll, stellen viele angehende Gründer vor große Herausforderungen. Über einen “Plan B”, z.B. eine abgespeckte Umsetzungsvariante, wird zu wenig nachgedacht.

Ansicht des Gründerreport 2015 als PDF

Den vollständigen Gründerreport 2015 können Sie mit dem unten stehenden Link von den Seiten der IHK Mittlerer Niederrhein als PDF-Datei herunterladen.

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