Familienunternehmen in Deutschland – Kennzahlen-Update

zuletzt aktualisiert am 30. November 2016 von Winfried Eitel

Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) hat im Herbst 2015 seine Studienreihe “Die größten Familienunternehmen in Deutschland” fortgesetzt. Auftraggeber sind der  Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) und die Deutsche Bank. Dazu wurden Bilanz- und GuV-Daten der Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio. EUR Jahresumsatz analysiert. Die Kennziffernanalyse bezog sich dabei auf den Zeitraum 2011 bis 2013 und beinhaltet einen validen Ausblick auf das Jahr 2014.

Obwohl die rund 4.500 größten Familienunternehmen nur 0,1% aller Unternehmen in Deutschland ausmachen, erwirtschaften sie 20% des Gesamtumsatzes in Deutschland.

Professorin Friederike Welter (IfM Bonn, Universität Siegen) resümierte: “Die größten Familienunternehmen suchen weiterhin vor allem, ihre finanzielle Stabilität zu sichern und ihre Unabhängigkeit zu festigen. Beides trug dazu bei, dass sie auch 2013 rentabler wirtschaften konnten als Nicht-Familienunternehmen.”

Große Familienunternehmen bleiben starker Jobmotor

Die rund 4.500 größten Familienunternehmen mit Jahresumsätzen von 50 Mio. Euro und mehr beschäftigten im Jahr 2013 im Durchschnitt 1.586 Mitarbeiter und generierten einen durchschnittlichen Umsatz in Höhe von 395 Mio. Euro. Damit erwirtschafteten die größten Familienunternehmen 2013 rund ein Fünftel der Gesamt­umsätze aller deutschen Unternehmen und beschäftigten rund ein Sechstel der Beschäftigten.

weiter steigende Eigenkapitalausstattung

Die größten Familienunternehmen haben in den vergangenen Jahren ihr Eigenkapital überproportional erhöht.Infolgedessen ist auch die durchschnittliche Eigenkapitalquote in den Jahren 2012 und 2013 weiter gestiegen und belief sich 2013 auf 37 %. In den indus­triellen Familienunternehmen machte der Eigenkapital anteil im Jahr 2013 erstmalig mehr als 40% aus. Der Trend steigender Eigenkapitalquoten hat sich voraussichtlich auch im Jahr 2014 fortgesetzt.

konstante Höhe der Bankverbindlichkeiten

Das absolute Volumen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben. Infolge der deutlichen Eigenkapitalausweitung ist allerdings die Quote der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Jahr 2013 leicht gesunken. Das absolute Volumen an Bankkrediten befindet sich jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

sinkende Rentabilitätskennziffern

Die Rentabilitätskennziffern der größten Familienunternehmen sind in den Jahren 2012 und 2013 kontinuierlich gesunken. Nichtsdestotrotz befinden siesich im Vergleich zu allen deutschen Unternehmen weiterhin auf einem hohen Niveau. Ausgehend von den rund 500 Unternehmen mit bereits vorliegenden Bilanz- und GuV-Daten für 2014 ist davon auszugehen, dass sich die Rentabilität des eingesetzten Kapitals 2014erstmals wieder erhöht

Studie und Kennziffernanalyse

Download (PDF, 667KB)

 

Quelle: IfM, Bonn

Grafik: Wirtschaftsforum.de

Winfried Eitel

Betriebswirtschaftliche Beratung und Dienstleistung bei amortisat' e.K.
Veröffentlicht in Finanzierung, Unternehmer Getagged mit: ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

%d Bloggern gefällt das:

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen