Familienunternehmen in Deutschland – Kennzahlen-Update

zuletzt aktualisiert am 21. Oktober 2017 von Winfried Eitel

Das Insti­tut für Mit­tel­stands­for­schung (IfM) hat im Herbst 2015 sei­ne Stu­di­en­rei­he “Die größ­ten Fami­li­en­un­ter­neh­men in Deutsch­land” fort­ge­setzt. Auf­trag­ge­ber sind der  Bun­des­ver­band der Deut­schen Indus­trie e.V. (BDI) und die Deut­sche Bank. Dazu wur­den Bilanz- und GuV-Daten der Fami­li­en­un­ter­neh­men mit mehr als 50 Mio. EUR Jah­res­um­satz ana­ly­siert. Die Kenn­zif­fern­ana­ly­se bezog sich dabei auf den Zeit­raum 2011 bis 2013 und beinhal­tet einen vali­den Aus­blick auf das Jahr 2014.

Obwohl die rund 4.500 größ­ten Fami­li­en­un­ter­neh­men nur 0,1% aller Unter­neh­men in Deutsch­land aus­ma­chen, erwirt­schaf­ten sie 20% des Gesamt­um­sat­zes in Deutsch­land.

Pro­fes­so­rin Frie­de­ri­ke Wel­ter (IfM Bonn, Uni­ver­si­tät Sie­gen) resü­mier­te: “Die größ­ten Fami­li­en­un­ter­neh­men suchen wei­ter­hin vor allem, ihre finan­zi­el­le Sta­bi­li­tät zu sichern und ihre Unab­hän­gig­keit zu fes­ti­gen. Bei­des trug dazu bei, dass sie auch 2013 ren­ta­bler wirt­schaf­ten konn­ten als Nicht-Fami­li­en­un­ter­neh­men.”

Große Familienunternehmen bleiben starker Jobmotor

Die rund 4.500 größ­ten Fami­li­en­un­ter­neh­men mit Jah­res­um­sät­zen von 50 Mio. Euro und mehr beschäf­tig­ten im Jahr 2013 im Durch­schnitt 1.586 Mit­ar­bei­ter und gene­rier­ten einen durch­schnitt­li­chen Umsatz in Höhe von 395 Mio. Euro. Damit erwirt­schaf­te­ten die größ­ten Fami­li­en­un­ter­neh­men 2013 rund ein Fünf­tel der Gesamt­umsätze aller deut­schen Unter­neh­men und beschäf­tig­ten rund ein Sechs­tel der Beschäf­tig­ten.

weiter steigende Eigenkapitalausstattung

Die größ­ten Fami­li­en­un­ter­neh­men haben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ihr Eigen­ka­pi­tal über­pro­por­tio­nal erhöht.Infolgedessen ist auch die durch­schnitt­li­che Eigen­ka­pi­tal­quo­te in den Jah­ren 2012 und 2013 wei­ter gestie­gen und belief sich 2013 auf 37 %. In den indus­triellen Fami­li­en­un­ter­neh­men mach­te der Eigen­ka­pi­tal anteil im Jahr 2013 erst­ma­lig mehr als 40% aus. Der Trend stei­gen­der Eigen­ka­pi­tal­quo­ten hat sich vor­aus­sicht­lich auch im Jahr 2014 fort­ge­setzt.

konstante Höhe der Bankverbindlichkeiten

Das abso­lu­te Volu­men der Ver­bind­lich­kei­ten gegen­über Kre­dit­in­sti­tu­ten ist im Jahr 2013 gegen­über dem Vor­jahr nahe­zu kon­stant geblie­ben. Infol­ge der deut­li­chen Eigen­ka­pi­tal­aus­wei­tung ist aller­dings die Quo­te der Ver­bind­lich­kei­ten gegen­über Kre­dit­in­sti­tu­ten im Jahr 2013 leicht gesun­ken. Das abso­lu­te Volu­men an Bank­kre­di­ten befin­det sich jedoch wei­ter­hin auf einem sehr hohen Niveau.

sinkende Rentabilitätskennziffern

Die Ren­ta­bi­li­täts­kenn­zif­fern der größ­ten Fami­li­en­un­ter­neh­men sind in den Jah­ren 2012 und 2013 kon­ti­nu­ier­lich gesun­ken. Nichts­des­to­trotz befin­den sie­sich im Ver­gleich zu allen deut­schen Unter­neh­men wei­ter­hin auf einem hohen Niveau. Aus­ge­hend von den rund 500 Unter­neh­men mit bereits vor­lie­gen­den Bilanz- und GuV-Daten für 2014 ist davon aus­zu­ge­hen, dass sich die Ren­ta­bi­li­tät des ein­ge­setz­ten Kapi­tals 2014erstmals wie­der erhöht

Studie und Kennziffernanalyse

Down­load (PDF, 667KB)

 

Quel­le: IfM, Bonn

Gra­fik: Wirtschaftsforum.de

Winfried Eitel

Betriebswirtschaftliche Beratung und Dienstleistung bei amortisat' e.K.
Getagged mit: ,

Kommentar verfassen

Top
%d Bloggern gefällt das: