DIHK-Umfrage zur Unternehmensnachfolge

zuletzt aktualisiert am 28. Februar 2016 von Winfried Eitel
Ergebnis des vom DIHK zum Jahresende 2012 veröffentlichten Reports zur Unternehmensnachfolge.

Der Gene­ra­ti­ons­wech­sel in deut­schen Betrie­ben wird vor allem durch die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung, Qua­li­fi­ka­ti­ons­män­gel, Finan­zie­rungs­pro­ble­me und die erneu­te Steu­er­de­bat­te erschwert. Zu die­sem Ergeb­nis kommt der DIHK in sei­nem vor kur­zem ver­öf­fent­lich­ten Report zur Unter­neh­mens­nach­fol­ge – im Focus 2012.

Die­se Ein­schät­zung der 80 IHK-Organisation zur Nach­fol­ge­si­tua­ti­on im deut­schen Mit­tel­stand, basiert auf über 20.000 Kon­tak­ten der IHK Bera­ter mit Senior­un­ter­neh­mern und nach­fol­gein­ter­es­sier­ten Exis­tenz­grün­dern. Die IHKs beglei­te­ten fast 4.700 Unter­neh­mer bei der Suche nach einem Nach­fol­ger und bei der Betriebs­über­ga­be.

Steu­er­fra­gen sind nicht die ein­zi­gen Hür­den bei der Über­ga­be von Betrie­ben. Auch ohne die Pro­ble­ma­tik der Erb­schaftsssteu­er ist die Unter­neh­mens­nach­fol­ge eine immer grö­ßer wer­den­de Her­aus­for­de­rung für den Mit­tel­stand. Schon heu­te fin­den vier von zehn Unter­neh­men kei­nen pas­sen­den Nach­fol­ger.

Grün­de lie­gen — neben der ver­geb­li­chen Suche nach geeig­ne­ten Nach­fol­gern bezie­hungs­wei­se pas­sen­den Betrie­ben — auch dar­in, dass der Über­nah­me­pro­zess in sei­ner Kom­ple­xi­tät ein­fach unter­schätzt wird. Aller­dings haben auch über die Hälf­te der Exis­tenz­grün­der Schwie­rig­kei­ten, die Betriebs­über­nah­me finan­zi­ell dar­zu­stel­len.

Als “Spiel mit dem Feu­er” bewer­tet der DIHK zudem, dass gera­de ein­mal 30 Pro­zent der Unter­neh­mer 2011 einen “Not­fall­kof­fer” für die rei­bungs­lo­se Geschäfts­fort­füh­rung zusam­men­ge­stellt hat­ten. Und selbst von die­sen hält nur ein knap­pes Vier­tel die ent­spre­chen­den Unter­la­gen aktu­ell. Gera­de die­se Doku­men­te des Not­fall­kof­fers sind für einen poten­ti­el­len Käu­fer oft die ers­te Infor­ma­ti­ons­quel­le. Steht die­se nicht kurz­fris­tig zur Ver­fü­gung, sprin­gen die Inter­es­sen­ten oft­mals wie­der ab.

Wenn sich Unter­neh­mer recht­zei­tig mit ihrer Nach­fol­ge beschäf­tig­ten, bestehen gute Chan­cen ent­spre­chend geeig­ne­te Exis­tenz­grün­der zu fin­den und eine für bei­de Sei­ten pas­sen­de Ver­ein­ba­rung zu tref­fen. Für Exis­tenz­grün­der bleibt die Nach­fol­ge eine attrak­ti­ve Opti­on, die jedoch Zeit und finan­zi­el­le Mit­tel erfor­dert.

Down­load des DIHK-Report zur Unter­neh­mens­nach­fol­ge 2012 als PDF-Datei

Winfried Eitel

Betriebswirtschaftliche Beratung und Dienstleistung bei amortisat' e.K.
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