Klare Botschaften im DIHK Gründerreport 2015

zuletzt aktualisiert am 27. April 2016 von Winfried Eitel

“Zur Fachkräftelücke kommt die Unternehmerlücke.”

DIHK Gruenderreport 2014Mit diesen Worten fasste Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), das Gründungsgeschehen im Jahr 2013 zusammen.
Aufgrund des – schon aus dem KfW-Gründungsmonitor 2014 bekannten – rückläufigen Trends im Gründungsgeschehen, machte Schweitzer deutliche Mahnungen in Richtung Politik. Es sei wichtig, dass die Politik ihre Zusagen einhalte:

“Die Bundesregierung muss Signale für die im Koalitionsvertrag beschworene ‘Neue Gründerzeit’ geben und Ernst machen in Sachen Bürokratieabbau.”

“Einen Hoffnungsschimmer gibt es aber”, sagte der DIHK-Präsident: “Zu den IHK-Gründungsberatungen kommen mehr Menschen, die mit innovativen Ideen ihr eigenes Unternehmen aufbauen wollen.”

So überwog 2013 mit 59 Prozent der angehenden Jungunternehmer erstmals der Anteil der Chancen-getriebenen Gründer. Nur noch 41 Prozent (Vorjahr: 50 Prozent) der IHK-Gesprächspartner planten den Schritt in die Selbstständigkeit wegen drohender Erwerbslosigkeit.

Es sei wichtig, dass die Politik diese Entwicklung unterstütze, mahnte Schweitzer: “Die Bundesregierung muss Signale für die im Koalitionsvertrag beschworene ‘Neue Gründerzeit‘ geben und Ernst machen in Sachen Bürokratieabbau.”

Forderungen im DIHK Gründerreport 2015

Der DIHK fasst seine wichtigsten Forderungen (“Politikempfehlungen”) in einem Flyer zusammen:

  • Steuerhürden abbauen
  • Mehr Wagniskapital aktivieren
  • Mittelstandserleichterungen bei Basel III
  • Förderung arbeitsloser Gründer durch Darlehen
  • Coaching– und Mentoring-Programme weiterentwickeln
  • Willkommenskultur für Fachkräfte verbessern
  • Mehr Verständnis für Unternehmertum in Politik und Verwaltung
  • Infrastruktur für Gründer verbessern
  • Bürokratie für Gründer abbauen. (z.B. Umsatzsteuervoranmeldungen)

Download (, Unknown)

Flyer zum DIHK-Gründerreport 2015 (PDF, 670.0 kB)

Beispiel  Steuerrecht: “Warum müssen Gründer zwölf Umsatzsteuervoranmeldungen im Jahr abgeben und etablierte Unternehmen nur vier?” Diese Regel habe sich beim Kampf gegen Umsatzsteuerbetrug als wirkungslos erwiesen, sagte der DIHK-Präsident. “Wie alle anderen Unternehmen sollen auch Existenzgründer daher lediglich quartalsweise ihre Umsatzsteuer melden.”

Außerdem lasse sich das Gründungsklima verbessern, wenn ein positives Klima für die private Beteiligungsfinanzierung von Start-ups geschaffen werde. “Da lohnt sich ein Blick auf die USA”, so Schweitzer: Bezogen auf die Wirtschaftsleistung fließe dort zehnmal mehr Wagniskapital als in Deutschland.

“Innovative IT-Start-ups hätten leichteren Zugang zu Wagniskapital, wenn Investoren Verluste besser vortragen dürften”, regte er an. “Zudem brauchen Geldgeber bessere Rechtssicherheit. Eine Doppelbesteuerung von Beteiligungsgewinnen muss ausgeschlossen werden.”

Fazit:

Koalitionsvertrag ernst nehmen – neue Gründerzeit beflügeln!

Den gesamten Gründerreport können Sie downloaden:  DIHK-Gründerreport 2015.

Den Report aus 2014 finden Sie hier: DIHK-Gründerreport 2014

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